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Parodontitisbehandlung

Die Parodontitis − oft fälschlicherweise Parodontose genannt − ist eine chronische Entzündung des Zahnhalteapparates. Ursache sind Bakterien, die sich zwischen Zahn und Zahnfleisch anlagern. Werden diese bakteriellen Beläge (Biofilm, auch Plaque) nicht regelmäßig entfernt, führt dies zur Bildung von Zahnfleischtaschen, zu Zahnfleischentzündungen und im weiteren Verlauf zur Parodontitis. Unbehandelt kann die Entzündung die Fasern, die die Zähne mit dem Kieferknochen verbinden, zerstören und im weiteren Verlauf zum Knochenabbau und zum Verlust eigentlich gesunder Zähne führen.

Eine unbehandelte Parodontitis beeinträchtigt darüber hinaus die Allgemeingesundheit: Sie kann Herz-/Kreislauferkrankungen und Diabetes begünstigen sowie bei Schwangeren das Risiko einer Frühgeburt erhöhen.

Kompetenz auf höchstem Niveau

Die die Parodontitisnachsorge wird in unserer Praxis von einer hochqualifizierten Fachkraft, unserer Dentalhygienikerin, durchgeführt. Frau Petsch verfügt über mehr als zehn Jahre Berufserfahrung und hat in dieser Zeit eine Vielzahl auch sehr ausgeprägter Fälle erfolgreich begleitet. Die Aufstiegsfortbildung zur Dentalhygienikerin stellt die zurzeit höchstmögliche Zusatzqualifikation im Bereich Prophylaxe dar.

Als chronische Erkrankung ist die Parodontitis nicht vollständig heilbar. Allerdings kann sie durch eine systematische Behandlung und regelmäßige Nachsorgemaßnahmen zum Stillstand gebracht werden:

Vorbehandlung

  • Zahnfleischtaschenmessung, Erfassung und Überprüfung Ihres individuellen Erkrankungsrisikos anhand spezieller Kennwerte
  • Professionelle Reinigung der Zähne, Politur der Zahnoberflächen
  • Beratung zur Optimierung der persönlichen Mundhygiene

Parodontitistherapie & individuelle Nachsorge

  • Entfernung der Zahnbeläge und Bakterien am Zahnfleischrand und auf den Zahnoberflächen
  • falls notwendig begleitende Antibiotikatherapie
  • in schweren Fällen ggf. chirurgische Behandlung: Lösen des Zahnfleischs, Reinigung der freiliegenden Bereiche und Entfernung von erkranktem Gewebe
  • Keimanalyse / Risikotest zur genauen Ermittlung der krankheitsauslösenden Bakterien
  • Regelmäßige, auf Ihr Erkrankungsrisiko abgestimmte Prophylaxemaßnahmen in unserer Praxis und Erstellung Ihres individuellen Parodontitisprofils
  • Systematische, gründliche Mundhygiene zu Hause

Nachfolgend oder ergänzend zu einer Parodontitisbehandlung können parodontalchirurgische Eingriffe empfehlenswert sein:

Regeneration von Zahnhaltegewebe:

Hat sich der Zahnhalteapparat aufgrund einer Parodontitis abgebaut, kann dieser gegebenenfalls mit speziellen regenerativen Verfahren wiederaufgebaut werden. Abhängig vom Befund sind verschiedenen Methoden möglich: eine Behandlung mit Gewebeersatzmaterialien von Geistlich (Geistlich Bio Oss®, Geistlich Bio Gide®) oder Straumann Emdogain® (Schmelzmatrixproteine zur Unterstützung der Gewebeneubildung).

Korrektur Lippen- oder Zungenbändchen:

Eine Korrektur von Lippen- oder Zungenbändchen ist z.B. empfehlenswert, wenn sie Zug auf das Zahnfleisch ausüben und dadurch Zahnfleischrückgang verursachen. Auch eine Lücke zwischen den Schneidezähnen (Diastema) wird begünstigt. Mit einem kleinen Eingriff können wir das Bändchen korrigieren.

Chirurgische Kronenverlängerung:

Ist der Abstand zwischen Kronenrand und Kieferknochen zu gering, kann dies zur Reizung des Gewebes führen. Daher wird der Knochen um die Zahnwurzel minimal abgetragen und der Mindestabstand wiederhergestellt.

Weitere Informationen zur Parodontitisbehandlung erhalten Sie in unserem umfangreichen Patientenratgeber „Alles über Zähne“.